Imagine how much better the world would be if more people rode bicycles

StadtRAD Hamburg NightCheck

stadtrad-hamburg-bei-nacht_radpropaganda

Gestern Nacht erstmalig getestet – das StadtRAD Hamburg.
Das Anmelden an der Station vor Ort, ist relativ unkompliziert. Die Identifizierung erfolgt über Kredit- oder Bankkarte, und falls vorhanden zusätzlich Bahncard. Der vollständige Datensatz: Name, Anschrift, Geburtsdatum, Telefon, Email-Adresse muss mittels Touchscreen eingegeben werden. Kein richtig gutes Gefühl an einem Terminal der Deutschen Bahn, sorry. Fahrrad-Nummer auswählen, 4 stelligen Entsperrcode MERKEN(!) und am Rad eingeben – klack – dauert alles in allem, keine 5 Minuten!

Für die Anmeldung entfällt einmalig eine Gebühr von 5 EUR, welche als Guthaben (12 Monate gültig) angerechnet wird. Die ersten 30 Minuten sind kostenlos, danach werden pro Minute 4 Cent berechnet (3 mit Bahncard).

Die Räder fahren sich wirklich erstaunlich gut, trotz des hohen Gewichts. Einzig freihändig fahren, geht ab einer bestimmten Geschwindigkeit schwer an die Nerven, der Lenker schaukelt sich binnen weniger Sekunden derart stark auf, dass man befürchten muss, dass einem das Vorderrad wegschlackert – ah, und die Griffe sind nicht besonders – ansonsten wirklich TipTop.

Sollte die Entleihe mittels Bankkarte nicht funktionieren (keine Ahnung ob es nun an der Station, der Karte oder der Kälte lag), ist dies ebenfalls via Mobiltelefon möglich. Schön auch, dass pro Kunde gleichzeitig 2 StadtRäder entliehen werden können.

Das StadtRAD wird offensichtlich gut angenommen in Hamburg, die Räder sind inzwischen fester Teil des Stadtbildes geworden, angeschlossen sowie in Bewegung. Laut welt online haben sich in den ersten hundert Tagen 33.000 Kunden angemeldet, da freute sich heute auch Umweltsenatorin Anja Hajduk „Die Bürger haben per Fahrrad abgestimmt. Sie haben uns gezeigt, dass wir mit Stadt-Rad auf dem richtigen Weg sind“. Es wäre interessant zu wissen, wieviel Prozent der 30.000 Kunden auch Hamburger sind…

Auf dem richtigen Weg allemal. Was auf den ersten Blick aber noch besser sein könnte:

  • Zugangsmöglichkeit ohne Bankkarte bzw. Mobiltelefon (mit Guthaben), z.B. mit Kundenkarte o.ä. // edit: siehe Bicing Barcelona
  • Die Stationssuche z.B. via Mobiltelefon, das auf der Website verfügbare wenig durchdachte PDF ist hierfür kaum geeignet.
  • Die Verkehrs-Infrastruktur in Hamburg ;)
  • Der Partner DB bzw. die doch recht hohen Betriebskosten von jährlich 1,5 Millionen Euro, die von der Stadt an die Bahn zu entrichten sind, was für eine Stadt aber wahrscheinlich Peanuts sind im Vergleich zu anderen Ausgaben.
  • Die Fahrradmitnahme im öffentlichen Nahverkehr, sowie überregionalen Zügen der Deutschen Bahn!

Frühere Posts zum Thema:
2009/07/09/stadtrad-hamburg-aka-call-a-bike-fix
2009/06/18/stadtrad-hamburg-fahrradleihsystem
2009/06/09/innovative-offentliche-fahrradverleihsysteme

Und noch ein ganz frisches Blog mit einer schönen Notiz zur Helmpflicht Diskussion, dessen Autor u.a. mit leeren Stationen zu kämpfen hat.

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One Response:

  1. Ähem Says:

    Asche auf mein Haupt…

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