Imagine how much better the world would be if more people rode bicycles

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Keine Vorfahrt trotz Zebrastreifen

Montag, Dezember 13th, 2010

Radfahrer haben unabhängig von ihrer Fahrgeschwindigkeit anders als Fußgänger auf einem Zebrastreifen keinen Vorrang. Vielmehr müssen sie absteigen und das Fahrrad schieben. Wollen sie radfahrend den Fußgängerüberweg überqueren, sind sie gegenüber dem Kraftverkehr wartepflichtig.

Das Gericht hat auf die Rechtsprechung hingewiesen, wonach derjenige, der radfahrenderweise einen Fußgängerüberweg überquert, vom Schutzbereich eines Fußgängerüberweges nicht erfasst wird. Es hat im konkreten Fall in dem Verhalten der Radfahrerin einen wesentlichen Verursachungsbeitrag zum Zustandekommen des Verkehrsunfalls gesehen und der Radfahrerin eine hälftige Mitschuld an dem Unfall angelastet und darauf hingewiesen, dass im Falle eines plötzlichen und nicht absehbaren Einschwenkens eines Radfahrers auf den Zebrastreifen im Einzelfall auch eine Alleinschuld des Radfahrers gegeben sein kann, wenn sich der Unfall für den Pkw-Fahrer als unvermeidbar herausstellt.

Urteil vom: 24.11.2010 | LG Frankenthal | 2 S 193/10
via: jusris.de

Foto: Mario Cipollini [via]

Verstärkte Radverkehrskontrollen in Berlin vom 29. März bis 11. April 2010

Dienstag, März 30th, 2010

Pressemeldung der Berliner Polizei (26.03.2010)

Stadtweite Verkehrskontrollen zur Verhinderung von Radfahrunfällen

Mit Beginn der Fahrradsaison wird die Berliner Polizei im Zeitraum vom 29. März bis 11. April 2010 im gesamten Stadtgebiet intensive Verkehrskontrollen zum Schutz, aber auch zur Überwachung des Radfahrverkehrs durchführen. Im Rahmen dieser zweiwöchigen Schwerpunktaktion soll dabei in der Öffentlichkeit unter anderem für mehr Rücksichtnahme und Verständnis zwischen Radfahrern, Fußgängern und Kraftfahrern geworben werden.

Kontrolliert wird überwiegend an den Orten, an denen in der Vergangenheit vermehrt Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung zu verzeichnen waren bzw. durch die Polizei auffällig viele Verstöße festgestellt wurden.

Bei den Kontrollen werden die Polizisten besonderes Augenmerk auf die Fehlverhaltensweisen der Verkehrsteilnehmer richten, die hauptsächlich zu Unfällen führen.
Zum Schutz der Radfahrer werden daher Kraftfahrzeugführer verstärkt in ihrem Verhalten beim Rechtsabbiegen gegenüber parallel fahrenden Radlern kontrolliert. Trotz der intensiven Aufklärungsarbeit zu den Gefahren des Toten Winkels sind immer noch zu viele Lkw-Fahrer in solchen Situationen unaufmerksam.
Um Fußgänger zu schützen und die Radfahrer zu sensibilisieren soll außerdem gezielt das unzulässige Befahren von Gehwegen und Fußgängerzonen sowie das Fahren auf Radwegen in die Gegenrichtung überwacht werden. Insbesondere ältere Mitbürger und Eltern von Kleinkindern fühlen sich Radfahrern gegenüber auf den Gehwegen oftmals unsicher und hilflos.

(…)


Quelle
(Hervorhebungen durch Olsen)

Green Light -Yellow Light – Red Light – Go!

Montag, Februar 8th, 2010

1x 2x Rote Ampel= 62,50 €.

1x Komplett Rote Kreuzung (Checkpoint Charlie), 1x blutrote Rotgelb-Phase Kochstraße.
Auf dem Weg nach Hause. Eine laute Stimme neben mir.  Aus einer Wanne.

4 Cops in kompletter Protektor-Garnitur, allerdings ohne Helm. Verschränkte Arme.
Es folgt Der komplette “Sie wissen schon warum wir sie anhalten?!!! Und was sagen sie dazu?!!” – Dialog aber mit neuem Top-Bonus:

Cop 1 (sehr langsam sprechend): E D D Y M E R C K X ?! Ist das die Marke des Rades?!!!
Cop 2 (belehrend): Klaro , dit isn mehrfacher Tour de France Sieger.
Ich : Ähem ja, genau.

Beide mustern das Fahrrad ausgiebig, während Cop  4 meine Personalien checkt.

Cop3 (schön agressiv): So mein Freund, die Rahmennummer dann mal bitte !!!!!

Es folgt eine ausgiebige Suche nach der Rahmennummer unter dem ganzen Tretlagerwinterschmodder, die dazu führt das dass Rad noch ausgiebiger betrachtet wird.
Nummer wird gefunden und von Cop3 zum Wagen getragen. Man betrachtet weiter das Rad und mich.

Cop1: Das wird nicht ganz billig.
Cop2 (beiläufig) : Das isn Fixe Gear Rad oder?
Ich (shit!): Ja das ist richtig.
Cop2 (auf die VR-Bremse deutend): Eine Bremse reicht, ja?
Ich (versucht so nebenbei): Ja die Hinterradnabe ist ja wie ein Rücktritt”
Cop3 kommt zurück und unterbricht:

Das isn Schmuckstück. Da haben sie Glück gehabt.

Ich (nun stark irritiert): Ja äh Danke. Finden sie? Also…ichäh
Cop3: Die Nummer, dasn Ring, der Wurde geklaut der hat die Nummer  die von ihrem Fahrrad. Da haben sie Glück gehabt.
Ich: Ja, das ist doch schön.
Cop3:AAAlso nächstes mal anhhalten, absteigen und warten (sic!) wenn rot ist , ja?!!!!
Ich: Absteigen?!? ja ok! Wirddgemacht.War  in Eilehabsübersehen. Ähwarum haben sie mich eigentlich nicht bei der ersten Ampel gleich angehalten?
Cop2: Naja wir konntn nich so schnell hinterher, bei ner Ordnungswidrigkeit riskiert man ja dann ooch keen Unfall.
Ich: …
Cop4 kommt mit Perso zurück: Allet in Ordnung. Der is ok.

Man nickt mir zu, grummelt noch was im Sinne “beimnxtenmalwirdsteurernohcmalglückgeahbt” (?!!!) und stapft wieder in die Wanne.

> Watch your back when u see the red light. Und das schnelle abbiegen in Park/Nebenstr./Fußgängerzone lohnt immer.

Wir sind legal! Naja, oder fast …

Donnerstag, August 6th, 2009

Aktenzeichen: AG Bonn 337 Js 1152/09

… ist ein Gerichtsbeschluss, der besagt, dass Fixed Gear eine richtige Bremse ist.
Mehr Infos hier: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,640907,00.html

Und die Polizei begreift das auch…*

Samstag, April 4th, 2009

(Falls es jemand noch nicht bemerkt haben sollte… )

Pressemeldung
Eingabe: 30.03.2009 – 09:40 Uhr


Stadtweite Verkehrskontrollen zur Verhinderung von Radfahrerunfällen

Im Zeitraum vom 1. bis 13. April 2009 wird die Berliner Polizei im gesamten Stadtgebiet intensive Verkehrskontrollen zum Schutz, aber auch zur Überwachung des Radfahrverkehrs durchführen.

Im Rahmen dieser fast zweiwöchigen Schwerpunktaktion soll dabei in der Öffentlichkeit auch für mehr Rücksichtnahme und Verständnis zwischen Radfahrern, Fußgängern und Kraftfahrern geworben werden. Im vergangenen Jahr 2008 verunglückte etwa alle 1,5 Stunden ein Radfahrer im Berliner Straßenverkehr, mehr als 4.700 bei insgesamt über 7.600 Unfällen mit Radfahrerbeteiligung. Elf Radler verloren 2008 im Straßenverkehr ihr Leben.

Bei den Kontrollen wird besonderes Augenmerk auf die gefährlichsten Fehlverhaltensweisen (Hauptunfallursachen) gerichtet.
Das bedeutet, dass vor allem zum Schutz der Fußgänger gezielt das unzulässige Befahren von Gehwegen und Fußgängerzonen sowie das Fahren auf Radwegen in die Gegenrichtung überwacht werden wird. Insbesondere ältere Mitbürger und Eltern von Kleinkindern fühlen sich auf ihren Gehwegen Radfahrern oftmals schutzlos ausgeliefert.

Erstmals wird die Polizei verstärkt auch auf eine besondere Art von Fahrrädern achten, die so genannten „Fixies“ oder „Singlespeed-Bikes“. Dies sind nur minimalistisch ausgestattete Trend-Räder, die z.B. von Fahrradkurieren und Mitgliedern einer anwachsenden Fan-Szene vermehrt im Großstadtverkehr genutzt werden. Die Räder verfügen zum Zwecke der Gewichtsersparnis und zur Vermittlung eines ganz besonderen „Kicks“ bei der rasanten Fahrt über keinerlei Sicherheitsausstattung, auf Bremsen wird völlig verzichtet. Allein durch vorausschauendes Fahren und enormes Reaktionsvermögen müssen Unfälle verhindert werden. Der Gebrauch solcher ursprünglich für den Bahnradsport entwickelten Geräte im öffentlichen Straßenverkehr ist hochgradig gefährlich und zwangsläufig mit immensen Gesundheits- und Lebensgefahren für alle Verkehrsteilnehmer und die Fahrer selbst verbunden. In der Konsequenz wird die Polizei die Nutzer solcher Fixies nicht nur zur Anzeige bringen, sondern gleichzeitig eindringlich darauf hinweisen, dass die Räder künftig bei wiederholter Feststellung sichergestellt werden.

Zum Schutz der Radfahrer werden Kraftfahrzeugführer verstärkt in ihrem Verhalten beim Rechtsabbiegen gegenüber parallel fahrenden Radfahrern überprüft. Trotz der umfänglichen Diskussionen zu den Gefahren des Toten Winkels bei Lkw verhalten sich immer noch zu viele Fahrer in solchen Situationen unaufmerksam und zum Teil rücksichtslos. Kontrollen werden überwiegend dort stattfinden, wo es in der Vergangenheit vermehrt zu Verkehrsunfällen mit Radfahrerbeteiligung gekommen ist bzw. dort, wo in der täglichen Verkehrsüberwachung auffällig viele dieser Verstöße festgestellt werden müssen.

Quelle: http://www.berlin.de/polizei/presse-fahndung/archiv/124301/index.html

*Frei nach Too Strong