Imagine how much better the world would be if more people rode bicycles

Linearkurbelantrieb?

Linearkurbelantrieb Rennrad

Frisch aus der DIY-Wundertüte: Rennrad Prototyp mit patentiertem Linearkurbelantrieb.
Ist noch für viele Kilometer gut, sieht super aus und wer sich auskennt, weiss wovon die Rede ist. 3K scheint uns ein angemessener Preis, für diesen einmaligen Eisdielen Cruiser mit dem runden Tritt.

👉 ebay.us/XmndpX

Amsterdam kids fighting cars in 1972

 

Es ist nicht so, dass die Fahrradkultur in den Niederlanden einfach immer schon da war. Sie wurde erkämpft. Eine TV-Doku aus den 70ern erzählt eindrücklich, wie ein unverstellter Blick auf die Welt (wie Kinder ihn haben) eine Situation ablehnen muss, in der Autos unseren Lebensraum dominieren.

 

 

Die original Doku ist 40 Minuten lang und erzählt die Situation des Viertels “De Pijp” in Amsterdam. Das Youtube Video ist ein Zusammenschnitt von Mark Wagenbuur mit Fokus auf die Verkehrssituation aus Kindersicht.

Wenn wir auf dem Weg zur Fahrradstadt in Hamburg, Berlin und anderswo vorankommen wollen, reicht es nicht aus, auf parteipolitische Innovationen zu warten oder einmal im Monat eine Critical Mass „auf die Straße zu schicken“! Ich würde mir wünschen, dass sich wieder mehr Leute ein Herz nehmen und ihren Protest auf die Straßen tragen und unmissverständlich mitteilen, dass sich jetzt! etwas ändern muss. Es kann nicht nur im Interesse von ein paar Ökos, Fahrradfans und dem ADFC sein, dass Kinder in einer möglichst gering von Autos belasteten, lebenswerten Stadt aufwachsen – das Thema gehört in die Mitte der Gesellschaft (wie viele weitere Themen derzeit auch). Nach wie vor sterben in Deutschland jährlich tausende Menschen im Straßenverkehr. Allein von Januar bis Juli 2018 waren es 1802. Es gibt Fahrverbote in Hamburg, Frankfurt und Stuttgart wegen zu hoher Schadstoffbelastung und an hunderten, hochfrequentierten Stellen in den Städten wurden Luft und Lärmbelastung noch gar nicht gemessen. Ich weiss nicht, ob es schon immer so schlimm war, oder ob sich meine Wahrnehmung verändert hat, seit ich täglich 10 Kilometer zu Hauptverkehrszeiten unterwegs bin. Die Rushhour in Hamburg bringt jedenfalls den gesamten Innenstadt Verkehr zum Erliegen. Parkende Autos stellen komplette Straßenzüge oder sogar Viertel zu – Hallo Ottensen! – so dass sich zu Fuss, mit Rollstuhl oder Kinderwagen kaum mehr die Straße überqueren lässt. Wenn Kinder vor ihre Haustür treten, stehen sie vor einer geschlossenen Wand aus Blech und Reifen. Wir benutzen täglich ein Lastenrad oder einen Anhänger und eins der ersten Worte meiner 1,5 jährigen Tochter war Auto.

 

 

Original video via @fietsprofessor

Read more about the Doku and „De Pijp“ today at: bicycledutch

Screenshots from: https://youtu.be/YY6PQAI4TZE

TCR No. 6 /w Johanna & Marion

 

Das „Transcontinental Race“ ist eines der bekannteren und härtesten Ultra-Cycling Rennen der Welt. Es führt mit Distanzen zwischen 3000-4000 Kilometern kreuz und quer durch Europa. Der Start ist seit 2013 in Geraardsbergen, Belgien und das Ziel in Istanbul bzw. seit 2 Jahren in Meteora, Griechenland. Das Rennen wird allein oder in 2er Teams und „unsupported“ gefahren d.h. keine Team-/Material-/ oder Versorgungsfahrzeuge und die Fahrer_Innen transportieren was sie essen, trinken und zum Schlafen brauchen selbst. Sie können die Route frei wählen, müssen dabei aber 3-4 festgelegte Checkpoints innerhalb vorgegebener Zeitfenster passieren.
3-5 Stunden Schlaf und Distanzen von 250-400 Kilometern am Tag sind nicht ungewöhnlich. 2015 waren unsere beiden Freunde Matze & Mathias dabei, die wir damals am „Mont Ventoux Checkpoint“ (siehe hier) knapp verpasst haben. Dieses Jahr sind Johanna und Marion gemeinsam an den Start gegangen und haben damit die Chance, als erstes 2er Frauen-Team das TCR zu beenden. Wir haben uns eine Woche vor dem Start mit Johanna getroffen und ein bisschen über ihre Vorbereitung (siehe auch Maurice Brocco) und ihre Erwartungen an das Rennen gesprochen.  … READ MORE »

Maurice Brocco 400

Der 26. Juni ist der Todestag von Maurice „Coco“ Brocco, gelernter Metzger, französischer Bahn- und Straßenrennfahrer und der erste „Domestik“ der Tour de France. Ihm zu Ehren und im Geiste der damaligen Rennen – keine gesperrten Strecken und lange Distanzen – startete dieses Jahr zum dritten mal ein FahrerInnenfeld in ein 24 Stunden-Rennen, mit mehreren Checkpoints (und der besten veganen Verpflegung) von und nach Leipzig. Johanna Jahnke konnte (etwas überraschend) die Frauenwertung für sich entscheiden und wir freuen uns, mit ihrem Rennbericht einen kleinen, persönlichen Einblick in das Rennen geben zu können.  … READ MORE »

The Masked Maniac

Sabir Abdussabur wurde 2014 von einem Auto angefahren… … READ MORE »

Anti Anti Atlas

Wir freuen uns die dritte und letzte Episode einer kleinen Reihe von Erinnerungen, an eine Reise durch die Steinwüste von Marokko und über den Rücken des Atlasgebirges zu präsentieren. Text: Sebastian Hofer, Fotos: Sebastian Hofer & Brady Lawrence.

.03 Chances

 

‚Warum fahren wir nicht einfach weiter nach Zagora?’ Es wirkte wohl wie ein Scherz, was ich vorschlug. Der Tag hatte damit begonnen, dass wir von einer Herde Ziegen aufgeweckt worden waren. Die Herde wurde von drei Kindern gehütet, die sich nun neugierig um unser Zelt versammelten und wie jedes Kind, kolonialistisch konditioniert prompt nach Geld fragten. Nach 10km lernen wir eine neue Lektion: Starker Gegenwind in der Wüste bedeutet Sandsturm. Die nächsten Stunden kriechen wir kräftezehrend auf dieser nagelneu asphaltierten Straße in Richtung der gefühlt unendlich weit entfernten Wüstenstadt Foum Zguid. Erschöpft und hungrig bestellen wir in der nächstbesten Bar an einer Straßenecke alles, was wir sonst niemals essen würden. … READ MORE »

Riding is the answer!

Ich könnte es jetzt ignorieren, allein aus dem Grund weil es Marketing ist (es ist nicht mal der beste Film von Rapha) aber es ist „die richtige Antwort“!

rapha.cc/stories/riding-is-the-answer

Anti Anti Atlas

Episode 2 einer kleinen Reihe von Erinnerungen an eine Reise durch die Steinwüste von Marokko und über den Rücken des Atlasgebirges.

.02 Change of plans

 

„Das ist das schlechteste Wetter seit 25 Jahren! Der Pass ist zugeschneit, da kommt ihr nicht drüber!“ Völlig durchnässt kommen wir in Tafraoute nach über drei Stunden in strömendem Schneeregen bei fünf Grad an. Eine laut den Einheimischen historisch niedrige Kältefront hat uns bei dem Anstieg auf den ersten Höhenmetern des Anti Atlas Rückens eiskalt erwischt und für 50km begleitet. Das schmerzhafte Herunterzählen jedes einzelnen Kilometers, gepaart mit den immer lauter werdenden Stimmen im Kopf beginnt. … READ MORE »

Anti Anti Atlas

Wir freuen uns nachfolgende Episode, als Auftakt einer kleinen Reihe von Erinnerungen einer Reise durch die Steinwüste von Marokko und über den Rücken des Atlasgebirges auf Radpropaganda zu präsentieren.

.01 Hassan – the host with the most

Auf einmal saßen wir bei Hassan im Laden. Auf viel zu kleinen Hockern um einen länglichen Tisch herum. In der Ecke des ziemlich kleinen Ladens steht eine blaue Gasflasche und darauf die typische Teekanne in ihrer mittlerweile altbekannten arabischen Form. Mit dem Dampf steigt der Duft von marokkanischem Minztee auf. Gastfreundschaft liegt in der Luft. Gepaart mit der Vorahnung, dass diese nicht völlig uneigennützig sein wird.

 

 

Auf der anderen Straßenseite hat er uns (ohne Fahrrad, spazierend) abgefangen mit der Frage, ob wir mit dem Fahrrad reisen würden und dass er einen französischen Freund hätte, der auch mit dem Rad reise. Ob wir nicht kurz mitkommen möchten, er wolle ihn uns vorstellen. Auf unserer Reise haben wir die ganze Bandbreite des Verkaufstalents der Berber kennengelernt. Es hat etwas von Flirten und Vorspiel wie man als Tourist in das Geschäft gelockt wird. Hassan hat mit Subtilität, Ehrlichkeit und Demut gepunktet und schon stand die kleine Schatztruhe auf dem niedrigen Tisch mit uns auf den winzigen Hockern drum herum. Alles sei handgemacht von den Künstlern in der Wüste rund um Zagora, versichert er. Die Zweifel darüber, ob das stimmt, muss man in Marokko schnell beseitige räumen. Man kauft das Erlebnis und die Erinnerung daran mit. Wir interessieren uns für einen Ring und zwei typische Berbertücher. Erst wickelt er Brady das Tuch in echter Berbermanier um den Kopf, dann schreibt Hassan ruhig und etwas theatralisch die Preise für verschiedene Varianten an mehreren Ringen und Tüchern auf und ruft „democratic price!“.  … READ MORE »

Sneak Preview ARTE-Serie: En Selle

 

Wir freuen uns – in Kooperation mit ARTE Creative – unsere 4 Lieblingsfolgen, der am 15. Mai erscheinenden, 10 teiligen Serie „En Selle“ bzw. „Fahr-Radikal!“ als Sneak Preview auf Radpropaganda zeigen zu können.

Fahr-Radikal berichtet in 3-6minütigen Episoden, genreübergreifend über Fahrradkultur und Protagonisten der … READ MORE »