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Auf, auf … zum Ahrberg!

Auf zum Ahrberg #2

Auf zum Ahrberg #2

Der Ahrberg.

Text: Mathias Ahrberg | Fotos: Tim Kaiser / Radpropaganda


Ich habe den Ahrberg das erste Mal mit Timo und Christoph besucht oder besser gesagt: gesucht. Denn auch wenn es der zweithöchste Berg der Heide ist, entbehrt der Gipfel eines anständigen Gipfelkreuzes. Daher mussten wir uns erst mal umgucken und suchen. In einer Tankstelle fragten wir nach dem Weg und während der junge Kassierer die Schultern zuckte, tönte es aus dem Hinterzimmer: „Ahrberg? Den Namen habe ich schon ewig nicht mehr gehört!“, daraufhin trat ein älterer Herr ins Licht und erklärte uns radfahrenden Entdeckern wie wir den Gipfel erreichen können. „Links, dann zweite Rechts, immer gradeaus, da wo der Turm ist“.
Nach wie vor basiert unsere Definition des Ahrbergs auf dieser Wegbeschreibung.
Bisher haben verschiedene Leute diese Annahme bestätigt. Es gibt aber auch zweifelnde Stimmen, die den Ahrberg woanders verorten. Sollte also jemand einen belastbaren Beweis für die geografische Lage vorweisen können, freuen wir uns sehr über die Zusendung.

Auf zum Ahrberg #2

Schon während der Fahrt wurde uns aber klar: Der Weg ist der Ahrberg, also das Ziel. Über Stock und Stein, durch geduckte Dörfer und alte Wälder, vorbei an rauschenden Bächen und lärmenden Strassen suchten und fanden wir einen Weg, der unserem Ideal von Radfahren sehr nahe kam. Schnell war uns klar: Das müssen wir teilen.

Am 15.11 haben wir daher unsere zweite gemeinsame Fahrt zum Ahrberg organisiert. Gegen 9 Uhr trafen sich knapp 70 FahrerInnen unterschiedlichen Anspruchs am Alten Elbtunnel in Hamburg um die Reise auf sich zu nehmen. Nach einem fulminanten Massenstart trennte sich die Gruppe bereits im Hafen. Einige hatten offensichtlich am Nachmittag noch etwas vor und fuhren, als wäre der Leibhaftige persönlich in ihrem Windschatten. Ich selber tummelte mich im letzten Drittel des Feldes und guckte, wer sich da so rumtrieb. Rund um die Bunthäuser Spitze hatte ich mir dann einen Überblick verschafft und verabschiedete mich von den roten Laternen mit einem ernstgemeinten „Ich fahre dann jetzt wieder ans Feld ran“. Ja, das hab ich dann ca. 1 Kilometer versucht. Keine Chance. Keine Ahnung wo die anderen zu dem Zeitpunkt schon waren. Kurz vor der Elbbrücke traf ich dann auf Affenzahn-Joe und David, die offensichtlich grade in einem guten Gespräch vertieft waren Da habe ich mich direkt angeschlossen. Nach und nach sammelten sich mehr FahrerInnen um uns herum und wir fuhren die meiste Zeit mit einer wechselnden Gruppengröße von etwa 6-10 Leuten.

Auf zum Ahrberg #2

Ohne Pannen, Stürze oder größere Pausen suchten wir unseren Weg. Irgendwann tauchte schon der Ahrberg-Turm in unserem Sichtfeld auf, aber aus dem letzten Jahr wussten wir schon: Das war noch nicht alles. Es ging noch einmal bergab und dann über die jetzt schon legendäre Mur van Egestorf rauf Richtung Ahrberg. Ich sag nur: Kopfsteinpflasteranstieg!

Dann noch kurz durch Egestorf, zweite Rechts und schon ist man da. Insider-Tip: Die Pommesbude mitten im Dorf. Langsam, aber köstlich! Dieses mal mussten wir dort aber nicht halten, immerhin stand auf dem Ahrberg dampfender Kaffee und köstliches Brot bereit.

Einige waren schon wieder unterwegs, als unsere Gruppe ankam. Der Rest scharrte sich um den Kaffeetopf und rieb die klammen Finger an den wärmenden Tassen. Es waren etwa 10 Grad, etwas dunstig, es wurde kälter, wir wollten langsam wieder los. Noch warteten wir aber auf die restlichen StarterInnen um sicher zu gehen, dass niemand im Heideland verloren war. Als alle da waren, fuhren wir mit etwa 12 FahrerInnen los und machten uns auf den Rückweg.

Auch wenn der Ahrberg eher Hügel als Berg, eher Idee als Erhöhung ist, erwartete uns erstmal eine fulminante Abfahrt auf der man sich wieder warm treten konnte. Dann ging es über Strassen und kleinere Wege wieder an den dicken, alten Fluss, der uns in gebogenem Verlauf wieder in die Hansestadt führte. Spontan nahmen wir noch einen „After-Ride-Drink“ (Bier, Cola) an der Tabakbörse ein und erzählten uns gegenseitig Heldengeschichten.
Danke an alle Mitfahrenden und Helfenden. Das war toll.

Auf zum Ahrberg #2

http://ahrberg.cc/auf-zum-ahrberg-2

Tour auf Komoot: http://komoot.de/tour/3960274
Track auf Strava: http://strava.com/activities/219432116 

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4 Responses:

  1. Auf zum Ahrberg #2 Says:

    […] Wir sind am 15.11.2014 das zweite Mal zum Ahrberg gefahren. Etwa 70 FahrerInnen folgten unserer Einladung und starteten gegen 9.30 Uhr die Reise in das dunkle Herz der Heide. Meinen Erlebnisbericht inklusive Fotos gibt es diesmal bei den Kollegen von radpropaganda.org . […]

  2. Auf zum Ahrberg #3 – Eine Reise in das dunkle Herz der Heide Says:

    […] Schöne Fotos vom letzten Jahr gibt es bei den Kollegen von Radpropaganda. […]

  3. Radpropaganda » Blog Archive » Auf zum Ahrberg #3 Says:

    […] Den Tourbericht vom letzten Jahr gibt es hier. […]

  4. Radpropaganda » Blog Archive » Auf zum Ahrberg 4! Says:

    […] Heiss- und Kaltgetränken ausklingen zu lassen. Berichte von den letzen Jahren gibt es hier und hier. Wer jetzt noch unentschlossen ist sollte sich einen Ruck […]

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