Imagine how much better the world would be if more people rode bicycles

Posts Tagged ‘StVo’

welcome 2012

Samstag, Dezember 31st, 2011


Wir halten wir uns normalerweise zurück im multiplizieren von handelsüblicher Reklame, sowie im umgangssprachlichen Vorverurteilen von anderen Verkehrsteilnehmern, dieser Ausrutscher sei uns gegönnt…
Auto fahren ist Scheisse, prost! Astra leider auch.

Wer dies nun als Aufforderung zum Trinken & Fahrradfahren missverstehen möchte, dem sei wenigstens gesagt – Kollege, das kann teuer werden!

Jahresabschluß-Rechnug: In Wien kostet Radfahren ab 1Promille ein gutes Monatsgehalt. 4 Bier + unauffälliges Fahrverhalten + verkehrssicheres Waffenradl + allgemeine Radverkehrskontrolle auf einem “Radweg” abseits der Straße = 1300 EUR Strafe + Sicherstellung des Fahrrades!
Dies sei die Summe welche auch ein SUV-Fahrer zahlen müsste, wurde von der vollstreckenden Beamtin glaubhaft vermittelt… Es ginge hier ja nicht darum wie gefährlich jmd. für Andere sei, sondern vielmehr darum den “Betrunkenen” vor sich selbst zu schützen. Gesetz ist Gesetz scho klar… Verhältnismässigkeit scheint auch in Österreich ein Fremdwort zu sein.
Dem steht die Fahrradstaffel der hamburger Polizei – die, die primär Fahrradunfälle durch zielgerichtete, repressive Maßnahmen senkt – in nichts nach. 3 Punkte in Flensburg + 120 EUR Strafe für fahren eines Fahrrades mit starrem Gang trotz “fehlender” Handbremse. Anyway… dafür gibt’s hinterm alten Elbtunnel jetzt einen neuen Radweg :)

So, Radpropaganda bedankt sich bei allen Radfahrenden! und bei der Polar für das nette Interview! Alles Gute für 2012!

Interview | Radpropaganda im POLAR-Magazin

Samstag, November 19th, 2011

Die POLAR ist ein Halbjahresmagazin zu Politik, Kultur, Theorie und Alltag. Die aktuelle Ausgabe #11 ist dem Thema “Sicherheit” gewidmet. Neben sehr lesenswerten Beiträgen u.a. von Herfried Münkler, Mark Neocleous, Charlotte Misselwitz, Christoph Raiser und Matthias Dell, die sich dem Komplex aus verschiedensten Richtung nähern, findet sich hier ein Interview mit radpropganda. Wie nicht anders zu erwarten werden hier dann doch 2-3 Worte über Sicherheit, Radfahren und Straßenverkehr verloren. Yo…’ere we go…

POLAR – Interview RADPROPAGANDA
»Unter dem Sattelschlepper nützt der Helm wenig«

[Auszug]

Sicheres Radfahren im Straßenverkehr? Da werden Erinnerungen an theoretische Fahrprüfungen und Rolf Zukowski wach, und auch daran, dass ein fehlendes Katzenauge am Fahrrad mitunter sehr teuer werden kann. Dabei wäre gerade unsichtbares Fahren die sicherste Variante, um auf einem Fahrrad durch die Stadt zu kommen. Unsichtbares Fahren? Ein Gespräch mit radpropaganda, über Schlaglöcher, starre Naben und die Tatsache, nicht gesehen zu werden.

polar: Was ist schlimmer für Radfahrer: Ein LKW auf der Rechtsabbieger-Spur, Schlaglöcher im Straßenbelag oder eine 20-köpfige Radtouristengruppe mit breiten Lenkern auf der Hauptstraße?

Radpropaganda: Am gefährlichsten ist natürlich (weiterlesen …)

BVerwG- Urteil: Radwegebenutzungspflicht nur bei konkreter Gefahrenlage

Donnerstag, November 18th, 2010

Als Rüstzeug für die nächste Diskussion mit Menschen die sich berufmäßig um deine Sicherheit sorgen:

Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass die Anordnung einer Radwegebenutzungspflicht nur rechtmäßig ist, wenn aufgrund der örtlichen Verhältnissen eine Gefahrenlage besteht, die das allgemeine Risiko einer Rechtsgutbeeinträchtigung erheblich übersteigt (§ 45 Abs. 9 Satz 2 der Straßenverkehrs-Ordnung – StVO).

Edit 19.11.2010:

Das heisst nicht, wie durch Jan in den Comments vollkommen richtig angemerkt, dass Schilder ab jetzt ingoriert werden können, sondern hilft lediglich ggf. im Widerspruchsverfahren auf Urteil verweisen zu können (Wobei dann natürlich die Stadt in der Regel darauf beharren wird, dass eine konkrete Gefahrenlage besteht.)

Quelle: PM BVerwG 3 C 42.09 – Urteil vom 18. November 2010

Verstärkte Radverkehrskontrollen in Berlin vom 29. März bis 11. April 2010

Dienstag, März 30th, 2010

Pressemeldung der Berliner Polizei (26.03.2010)

Stadtweite Verkehrskontrollen zur Verhinderung von Radfahrunfällen

Mit Beginn der Fahrradsaison wird die Berliner Polizei im Zeitraum vom 29. März bis 11. April 2010 im gesamten Stadtgebiet intensive Verkehrskontrollen zum Schutz, aber auch zur Überwachung des Radfahrverkehrs durchführen. Im Rahmen dieser zweiwöchigen Schwerpunktaktion soll dabei in der Öffentlichkeit unter anderem für mehr Rücksichtnahme und Verständnis zwischen Radfahrern, Fußgängern und Kraftfahrern geworben werden.

Kontrolliert wird überwiegend an den Orten, an denen in der Vergangenheit vermehrt Verkehrsunfälle mit Radfahrerbeteiligung zu verzeichnen waren bzw. durch die Polizei auffällig viele Verstöße festgestellt wurden.

Bei den Kontrollen werden die Polizisten besonderes Augenmerk auf die Fehlverhaltensweisen der Verkehrsteilnehmer richten, die hauptsächlich zu Unfällen führen.
Zum Schutz der Radfahrer werden daher Kraftfahrzeugführer verstärkt in ihrem Verhalten beim Rechtsabbiegen gegenüber parallel fahrenden Radlern kontrolliert. Trotz der intensiven Aufklärungsarbeit zu den Gefahren des Toten Winkels sind immer noch zu viele Lkw-Fahrer in solchen Situationen unaufmerksam.
Um Fußgänger zu schützen und die Radfahrer zu sensibilisieren soll außerdem gezielt das unzulässige Befahren von Gehwegen und Fußgängerzonen sowie das Fahren auf Radwegen in die Gegenrichtung überwacht werden. Insbesondere ältere Mitbürger und Eltern von Kleinkindern fühlen sich Radfahrern gegenüber auf den Gehwegen oftmals unsicher und hilflos.

(…)


Quelle
(Hervorhebungen durch Olsen)

Green Light -Yellow Light – Red Light – Go!

Montag, Februar 8th, 2010

1x 2x Rote Ampel= 62,50 €.

1x Komplett Rote Kreuzung (Checkpoint Charlie), 1x blutrote Rotgelb-Phase Kochstraße.
Auf dem Weg nach Hause. Eine laute Stimme neben mir.  Aus einer Wanne.

4 Cops in kompletter Protektor-Garnitur, allerdings ohne Helm. Verschränkte Arme.
Es folgt Der komplette “Sie wissen schon warum wir sie anhalten?!!! Und was sagen sie dazu?!!” – Dialog aber mit neuem Top-Bonus:

Cop 1 (sehr langsam sprechend): E D D Y M E R C K X ?! Ist das die Marke des Rades?!!!
Cop 2 (belehrend): Klaro , dit isn mehrfacher Tour de France Sieger.
Ich : Ähem ja, genau.

Beide mustern das Fahrrad ausgiebig, während Cop  4 meine Personalien checkt.

Cop3 (schön agressiv): So mein Freund, die Rahmennummer dann mal bitte !!!!!

Es folgt eine ausgiebige Suche nach der Rahmennummer unter dem ganzen Tretlagerwinterschmodder, die dazu führt das dass Rad noch ausgiebiger betrachtet wird.
Nummer wird gefunden und von Cop3 zum Wagen getragen. Man betrachtet weiter das Rad und mich.

Cop1: Das wird nicht ganz billig.
Cop2 (beiläufig) : Das isn Fixe Gear Rad oder?
Ich (shit!): Ja das ist richtig.
Cop2 (auf die VR-Bremse deutend): Eine Bremse reicht, ja?
Ich (versucht so nebenbei): Ja die Hinterradnabe ist ja wie ein Rücktritt”
Cop3 kommt zurück und unterbricht:

Das isn Schmuckstück. Da haben sie Glück gehabt.

Ich (nun stark irritiert): Ja äh Danke. Finden sie? Also…ichäh
Cop3: Die Nummer, dasn Ring, der Wurde geklaut der hat die Nummer  die von ihrem Fahrrad. Da haben sie Glück gehabt.
Ich: Ja, das ist doch schön.
Cop3:AAAlso nächstes mal anhhalten, absteigen und warten (sic!) wenn rot ist , ja?!!!!
Ich: Absteigen?!? ja ok! Wirddgemacht.War  in Eilehabsübersehen. Ähwarum haben sie mich eigentlich nicht bei der ersten Ampel gleich angehalten?
Cop2: Naja wir konntn nich so schnell hinterher, bei ner Ordnungswidrigkeit riskiert man ja dann ooch keen Unfall.
Ich: …
Cop4 kommt mit Perso zurück: Allet in Ordnung. Der is ok.

Man nickt mir zu, grummelt noch was im Sinne “beimnxtenmalwirdsteurernohcmalglückgeahbt” (?!!!) und stapft wieder in die Wanne.

> Watch your back when u see the red light. Und das schnelle abbiegen in Park/Nebenstr./Fußgängerzone lohnt immer.

schweissgerät

Montag, November 2nd, 2009

“I wanted to make it with low budget, so I started to build it out of junk bikes…
Its so much fun with small money, I have been spend now less than 10 euros on it.”

OlliErkkila-1_radpropaganda

OlliErkkila-4_radpropaganda

ollierkkila-naked_radpropaganda

OlliErkkila-yellow_radpropaganda

Olli’s Rog @ fixedgeargallery

Der Gesetzgeber schreibt ja eine handvoll Teile vor die ein verkehrstaugliches Fahrrad mitbringen muss… wie das Rad auszusehen hat, wie der Rahmen konstruiert ist, oder wieviele Räder man verbaut ist aber völlig egal… mir ist nichtmal bekannt, das es eine maximal zulässige Länge, Höhe oder Breite gibt… Demnach wäre alles erlaubt was auf eine Spur geht und unter einer Straßenlaterne durchpasst – jetzt kommt der Winter – viel Spass beim Schweissen…

Thanks to Olli Erkillä for welding and pictures & Kyline for the hint!

“Fixie” Sicherstellung durch Berliner Polizei

Dienstag, Mai 26th, 2009

RBB Bericht vom 07.05.2009

Banden bilden nach StVo

Freitag, Dezember 26th, 2008

Für geschlossene Verbände gelten die für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen sinngemäß. Mehr als 15 Radfahrer dürfen einen geschlossenen Verband bilden. Dann dürfen sie zu zweit nebeneinander auf der Fahrbahn fahren… (§ 27, Absatz 1)

[…]

Irrelevant für Radfahrer und auch sonst wenig tragisch, für “Verbände zu Fuß” gilt laut StVo folgendes: Auf Brücken darf nicht im Gleichschritt marschiert werden. (§ 27, Absatz 6)