Imagine how much better the world would be if more people rode bicycles

Auf zum Ahrberg 6!

 

Kinder, Kinder wie die Zeit vergeht. 6 Jahre ist es her, dass wir die erste AzA Einladung bekommen haben und dachten, da hat aber jemand alles richtig gemacht und wer, oder wo ist eigentlich dieser Ahrberg? Eine Legende! In den Jahren danach, folgte das immer gleiche Spiel: versuchen die drohende Herbst-Erkältung zu umfahren, das Wetter im Blick behalten – was zieh ich an? Neue Mäntel aufziehen oder Antiplatt reinfummeln? Und zu guter Letzt –  am Abend vorher, irgendwas am Setup ändern! Garantierte Vorfreude auf eine Tour, als wäre es eine mehrtägige Radreise durch zwei Wetterzonen. In den letzten Jahren konnten wir einige Fotos, Minestrone und einen Afterride-Treffpunkt (Le RADRAUM est mort…) beisteuern und hoffen, auch in den nächsten 10 Jahren wieder mit kleinen Features aufwarten zu können.

Nach meinem krankheitsbedingten Ausfall im letzten Jahr und meiner Sinusitis letzte Woche, heisst es für mich erstmal „dabei sein ist ALLES“ oder wie auf Klassenfahrt im Bus …die Coolen fahren hinten ;)

All denen, die noch nie über 100 Kilometer weit Fahrrad gefahren sind (ich bin doch nicht bescheuert) oder unsicher sind, ob sie es wagen sollen, sei gesagt: there is no reason, like off-season oder nachfolgender Auszug aus Mountain Bike Frequently ans Herz gelegt:

„You know, man‚ I’m from Cali, we’ve invented the fucking Mountain Bike, so you can be sure, I know something about bikes! I know something man… But when I first got to the Hamburg Elbtunnel, maybe 2013, in the daze of a cold morning, september or something, there were these kids. There were these kids, a group of riders, but all different, different gear, different bikes. A lot of old steel and even some fixies, nearly all with skinny tires like 25 mm. And then we started the ride and what should I say! Sounds ridiculous, maybe I am old, but it was clear like the sky on Mount Tamalpais – it was the future. Everyone’s talking ´bout gravel and allroad and shit, man, these kids just grabbed their bikes and rode a tour! Just a nice tour like every cyclist should do instead of talking and taking things too seriously. It was the dark heart of the Heide that showed us how simple our desires are …“

Auf zum Ahrberg No. 6
kommenden Samstag, 10. November 2018
Treffen um 9 Uhr, Alter Elbtunnel Südseite
Start um 9.30 Uhr – pünktlich!

Den gemeinsamen Afterride-Kaffee gibt’s dieses Mal bei den Freunden von … 🤫
… die Location, den Track, die beliebten FAQ und die Community, findet ihr hier:

http://fb.com/events/2173497886196474/

Follow: http://instagr.am/ahrberg/

Linearkurbelantrieb?

Linearkurbelantrieb Rennrad

Frisch aus der DIY-Wundertüte: Rennrad Prototyp mit patentiertem Linearkurbelantrieb.
Ist noch für viele Kilometer gut, sieht super aus und wer sich auskennt, weiss wovon die Rede ist. 3K scheint uns ein angemessener Preis, für diesen einmaligen Eisdielen Cruiser mit dem runden Tritt.

👉 ebay.us/XmndpX

Amsterdam kids fighting cars in 1972

 

Es ist nicht so, dass die Fahrradkultur in den Niederlanden einfach immer schon da war. Sie wurde erkämpft. Eine TV-Doku aus den 70ern erzählt eindrücklich, wie ein unverstellter Blick auf die Welt (wie Kinder ihn haben) eine Situation ablehnen muss, in der Autos unseren Lebensraum dominieren.  … READ MORE »

TCR No. 6 /w Johanna & Marion

 

Das „Transcontinental Race“ ist eines der bekannteren und härtesten Ultra-Cycling Rennen der Welt. Es führt mit Distanzen zwischen 3000-4000 Kilometern kreuz und quer durch Europa. Der Start ist seit 2013 in Geraardsbergen, Belgien und das Ziel in Istanbul bzw. seit 2 Jahren in Meteora, Griechenland. Das Rennen wird allein oder in 2er Teams und „unsupported“ gefahren d.h. keine Team-/Material-/ oder Versorgungsfahrzeuge und die Fahrer_Innen transportieren was sie essen, trinken und zum Schlafen brauchen selbst. Sie können die Route frei wählen, müssen dabei aber 3-4 festgelegte Checkpoints innerhalb vorgegebener Zeitfenster passieren.
3-5 Stunden Schlaf und Distanzen von 250-400 Kilometern am Tag sind nicht ungewöhnlich. 2015 waren unsere beiden Freunde Matze & Mathias dabei, die wir damals am „Mont Ventoux Checkpoint“ (siehe hier) knapp verpasst haben. Dieses Jahr sind Johanna und Marion gemeinsam an den Start gegangen und haben damit die Chance, als erstes 2er Frauen-Team das TCR zu beenden. Wir haben uns eine Woche vor dem Start mit Johanna getroffen und ein bisschen über ihre Vorbereitung (siehe auch Maurice Brocco) und ihre Erwartungen an das Rennen gesprochen.  … READ MORE »

Maurice Brocco 400

Der 26. Juni ist der Todestag von Maurice „Coco“ Brocco, gelernter Metzger, französischer Bahn- und Straßenrennfahrer und der erste „Domestik“ der Tour de France. Ihm zu Ehren und im Geiste der damaligen Rennen – keine gesperrten Strecken und lange Distanzen – startete dieses Jahr zum dritten mal ein FahrerInnenfeld in ein 24 Stunden-Rennen, mit mehreren Checkpoints (und der besten veganen Verpflegung) von und nach Leipzig. Johanna Jahnke konnte (etwas überraschend) die Frauenwertung für sich entscheiden und wir freuen uns, mit ihrem Rennbericht einen kleinen, persönlichen Einblick in das Rennen geben zu können.  … READ MORE »

The Masked Maniac

Sabir Abdussabur wurde 2014 von einem Auto angefahren… … READ MORE »

Anti Anti Atlas

Wir freuen uns die dritte und letzte Episode einer kleinen Reihe von Erinnerungen, an eine Reise durch die Steinwüste von Marokko und über den Rücken des Atlasgebirges zu präsentieren. Text: Sebastian Hofer, Fotos: Sebastian Hofer & Brady Lawrence.

.03 Chances

 

‚Warum fahren wir nicht einfach weiter nach Zagora?’ Es wirkte wohl wie ein Scherz, was ich vorschlug. Der Tag hatte damit begonnen, dass wir von einer Herde Ziegen aufgeweckt worden waren. Die Herde wurde von drei Kindern gehütet, die sich nun neugierig um unser Zelt versammelten und wie jedes Kind, kolonialistisch konditioniert prompt nach Geld fragten. Nach 10km lernen wir eine neue Lektion: Starker Gegenwind in der Wüste bedeutet Sandsturm. Die nächsten Stunden kriechen wir kräftezehrend auf dieser nagelneu asphaltierten Straße in Richtung der gefühlt unendlich weit entfernten Wüstenstadt Foum Zguid. Erschöpft und hungrig bestellen wir in der nächstbesten Bar an einer Straßenecke alles, was wir sonst niemals essen würden. … READ MORE »

Riding is the answer!

Ich könnte es jetzt ignorieren, allein aus dem Grund weil es Marketing ist (es ist nicht mal der beste Film von Rapha) aber es ist „die richtige Antwort“!

rapha.cc/stories/riding-is-the-answer

Anti Anti Atlas

Episode 2 einer kleinen Reihe von Erinnerungen an eine Reise durch die Steinwüste von Marokko und über den Rücken des Atlasgebirges.

.02 Change of plans

 

„Das ist das schlechteste Wetter seit 25 Jahren! Der Pass ist zugeschneit, da kommt ihr nicht drüber!“ Völlig durchnässt kommen wir in Tafraoute nach über drei Stunden in strömendem Schneeregen bei fünf Grad an. Eine laut den Einheimischen historisch niedrige Kältefront hat uns bei dem Anstieg auf den ersten Höhenmetern des Anti Atlas Rückens eiskalt erwischt und für 50km begleitet. Das schmerzhafte Herunterzählen jedes einzelnen Kilometers, gepaart mit den immer lauter werdenden Stimmen im Kopf beginnt. … READ MORE »

Anti Anti Atlas

Wir freuen uns nachfolgende Episode, als Auftakt einer kleinen Reihe von Erinnerungen einer Reise durch die Steinwüste von Marokko und über den Rücken des Atlasgebirges auf Radpropaganda zu präsentieren.

.01 Hassan – the host with the most

Auf einmal saßen wir bei Hassan im Laden. Auf viel zu kleinen Hockern um einen länglichen Tisch herum. In der Ecke des ziemlich kleinen Ladens steht eine blaue Gasflasche und darauf die typische Teekanne in ihrer mittlerweile altbekannten arabischen Form. Mit dem Dampf steigt der Duft von marokkanischem Minztee auf. Gastfreundschaft liegt in der Luft. Gepaart mit der Vorahnung, dass diese nicht völlig uneigennützig sein wird.

 

 

Auf der anderen Straßenseite hat er uns (ohne Fahrrad, spazierend) abgefangen mit der Frage, ob wir mit dem Fahrrad reisen würden und dass er einen französischen Freund hätte, der auch mit dem Rad reise. Ob wir nicht kurz mitkommen möchten, er wolle ihn uns vorstellen. Auf unserer Reise haben wir die ganze Bandbreite des Verkaufstalents der Berber kennengelernt. Es hat etwas von Flirten und Vorspiel wie man als Tourist in das Geschäft gelockt wird. Hassan hat mit Subtilität, Ehrlichkeit und Demut gepunktet und schon stand die kleine Schatztruhe auf dem niedrigen Tisch mit uns auf den winzigen Hockern drum herum. Alles sei handgemacht von den Künstlern in der Wüste rund um Zagora, versichert er. Die Zweifel darüber, ob das stimmt, muss man in Marokko schnell beseitige räumen. Man kauft das Erlebnis und die Erinnerung daran mit. Wir interessieren uns für einen Ring und zwei typische Berbertücher. Erst wickelt er Brady das Tuch in echter Berbermanier um den Kopf, dann schreibt Hassan ruhig und etwas theatralisch die Preise für verschiedene Varianten an mehreren Ringen und Tüchern auf und ruft „democratic price!“.  … READ MORE »